Leidenschaft Canicross - wie alles begann

Canicross ist wie fliegen, nur schöner :-) 

 

Ganz ehrlich - ich habe noch nie einen Sport so gut gefunden wie Canicross. Es vereint alles was ich brauche, um glücklich zu sein. Ich liebe es zu Laufen und ich liebe meine Hunde, was passt da besser als beides zusammen zu packen.

 

Aber ich bin natürlich nicht nur "einfach so" auf diesen Sport gestoßen. Maya hat mich vor einigen Jahren drauf gebracht. Sie kam ja mit 7 Monaten aus dem Tierheim und war damals alles andere als gut erzogen. Sie war ein unkontrollierter Junghund, kannte keine Ruhe und war an der Leine ein aufbrausendes Monster.

Zwar war sie absolut menschenfreundlich und im Großen und Ganzen mit allen Hunden im Freilauf verträglich, aber leider war auch ihr Jagdverhalten schon stark ausgeprägt, so dass wir meistens mit der Schleppleine unterwegs waren. 

 

Ich dachte mir dann auch nach einiger Zeit, dass es noch eine andere Möglichkeit geben musste, diesen Hund auszulasten und so bin ich auf Canicross gestoßen. Ich hab ganz früher schon mal in den Schlittenhundesport hineingeschnuppert und war auch von den zu dem Zeitpunkt recht  "neuen'" Hindernisrennen mit Hund begeistert und wollte sowas auch mit meinem Hund schaffen.

 

Also Ausrüstung für mich und den Hund besorgt und einfach ausprobiert. :-) So würde ich das heute zwar nicht mehr anfangen und auch keinem dazu raten ohne Hintergrundwissen einfach so mit diesem Sport zu beginnen, aber ich hatte zumindest eine Grundahnung von dem wie es aussehen sollte. 

 

Maya war da mittlerweile 11 Monate alt und sie war natürlich sofort begeistert endlich mal richtig rennen zu dürfen. Ich wusste schon, dass es für den Hund "Arbeit" ist und sie hier einen Job zu erledigen hat und durfte sie natürlich nicht überfordern.

 

Aber zu Beginn war das auch noch absolut kein Thema, da ich selbst gar nicht die Luft für längere Sprints hatte, wie es beim Canicross nun mal der Fall ist.

Wir mussten uns da beide langsam rantasten und machten nach einer längeren Trainingszeit so nach und nach erste Erfahrungen bei Hindernissrennen. Und wir waren gar nicht so schlecht für den Anfang. Es hat uns so zusammengeschweißt und das Vertrauen wuchs und wuchs und der Spaß war für uns beide riesengroß.

 

Ich hatte Blut geleckt und dachte mir, dass wir unbedingt am legendären Irondog in Österreich, ein Triathlon/Duathlon mit Hund, teilnehmen sollten, um unsere Teamfähigkeit im schwierigen Gelände unter Beweis zu stellen. Das taten wir dann 2018 auch und schafften auf Anhieb bei den Rookies den ersten Platz. Im Jahr drauf dann in einem super starken Starterfeld, Platz 3, gegen die Hounds geholt. :-)

 

Ich bin auch heute noch so so stolz auf meine Maya, sie hat alles für mich und mit mir gegeben und wir haben gezeigt, dass es nicht immer nur auf die Geschwindigkeit ankommt, sondern einfach auf die Teamarbeit.

 

Eigentlich gab es ab da dann schon kein Halten mehr. Ich wusste, Zughundesport ist meine Welt und hier bleib ich. Die Ausbildung zum Zughundetrainer und viele, viele Fortbildungen folgten in den letzten Jahren.

 

Dieser Sport macht so süchtig und es ist immer wieder so schön zu sehen, wie die Hunde mit dem Menschen an sich selbst und zusammen wachsen. So wie Maya und ich damals.

 

Heute mit 6 Jahren mag Maya lieber die lockeren Canitrails und muss nicht mehr unbedingt so schnell sein, aber das ist vollkommen OK. 

 

Der Nachwuchs ist ja schon längst da und ich bin mit den Hunden da angekommen wo ich auch schon seit über zwei Jahren hin möchte. 

 

Beim vielleicht härtesten Canicross Rennen der Welt, der "Trophee des Montagnes" dieses Jahr im August in den französischen Alpen. Sozusagen die Tour de France für den Canicross Sport. Da werden Maya, Frieda und ich unsere Teamfähigkeit erneut unter Beweis stellen und ich bin jetzt schon aufgeregter als ich es jemals vor irgendeinem Rennen war. :-)

 

Dazu aber bald mehr in einem der nächsten Blog Einträge.