Die Trophée des Montagnes - ein Abenteuer in den französischen Alpen - Prolog

Das härteste Etappenrennen mit Hund der Welt oder auch die Tour de France des Canicross, 

so wird die Trophée des Montagnes - abgekürzt TDM -  häufig beschrieben.

 

Und das absolut zu Recht!

Mit ihren 10 Starts an 9 Tagen auf durchschnittlich 1500m bis auf 2013 m als höchsten Punkt in der französischen Alpenregion um Alp d´Huez, ist das eine Herausforderung der besonderen Art für jeden Canicross Sportler.

 

Jedes Jahr in der ersten Augustwoche nehmen knapp 300 Canicrosser aus vielen verschiedenen Nationen mit ihren Hunden an genau diesem Etappenrennen teil. Und wenn man jetzt denkt, Canicross ist doch eher ein Sport bei kälteren Temperaturen, hat zwar grundsätzlich recht, aber wir sind bei der TDM ganz oben auf den Bergen, da herrschen auch im Sommer angenehme 15 Grad und meist eine geringe Luftfeuchtigkeit. 😉Also kein Problem mit den Temperaturen.

 

Durch einen wunderbaren Zufall bekam ich also in diesem Jahr die Chance auf einen Startplatz, denn mit Öffnen der Anmeldung im Januar, heißt es normal immer schnell sein, sonst sind alle Startplätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Corona tat allerdings sein Übriges in den letzten zwei Jahren, so dass die Startplätze von Jahr zu Jahr übertragen werden  duften. Das genau war mein Glück, denn ich bekam einen Startplatz "vererbt".  In zwei Jahren verändert sich eben so manches Team und der Fokus auf die gesetzten Ziele, so dass ich ein klein wenig Nutznießer davon war. 

 

Und somit hieß es ab Ostern 2022 für mich  "Training für die TDM". Ein lang gehegter Wunsch der letzten 4 Jahre ging nun endlich in Erfüllung.

 

Und was hab ich mich darüber gefreut, allerdings bevor ich die ersten Trainingseinheiten absolviert hatte😂. 

Mein Training sollte die nächsten 3 Monate aus Bergsprints, Krafttraining und langen Ausdauereinheiten bestehen und das Woche für Woche.

 

Frieda und Maya bekamen ihr Training noch zusätzlich. Das bedarf viel Organisation und Motivation, die man über diesen Zeitraum aufrecht erhalten muss. Aber wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ist es meistens nicht schwer Disziplin zu halten. Das Ziel für mich war nun mal die Teilnahme an der TDM.

 

Allerdings kam der Worst Case drei Wochen bevor es an die Startlinie nach Frankreich gehen sollte. Corona hatte bei mir zugeschlagen und ich war für 7 Tage außer Gefecht gesetzt. Panik machte sich breit, dass alles Training umsonst war....Aber zum Glück hatte ich einen milden Verlauf, so dass ich nach ärztlichem Check nach 10 Tagen wieder mit dem Training beginnen durfte. 

 

Und dann hieß es auch am 28.07. schon, alles einpacken und ab mit dem Wohnmobil nach Frankreich. 

Vor uns lagen die wahrscheinlich spannendsten, ergreifendsten und emotionalsten Momente die wir als Zughundeteam bisher erlebt hatten. Selbst beim Schreiben und Zurückerinnern heute, kommen alle Gefühle wieder hoch und ich könnte heulen vor Ergriffenheit.

 

Aber nun lasset die Spiele beginnen....

 

mehr gibt`s im nächsten Blogartikel😊